Mittwoch, 11. November 2020

Der große Fake mit Video-Fieberkameras

 

Der große Fake mit  Video-Fieberkameras 

Fehlerhafte Fieber-Screening Kameras verbreiten sich weltweit, obwohl prominente Wissenschafter diese  "Fieberkameras"  mehr  als einen "Marketing-Gag" sehen und den Verkauf solcher Kameras an ein besonders ängstliches Klientel kritisieren: " Diese Kameras bitte nicht kaufen, denn es sind keine Medizingeräte. Zudem sind diese "Fever-Cams in ganz Europa aus Datenschutzgründen nicht zugelassen.

Das nachstehende Video macht in 1 Minute klar, um welchen Betrug es sich handelt und erläutert die fehlerhafte Funktion dieser Kameras.

Die US-amerikanische FDA hat in ihren neuesten Leitlinien ausdrücklich empfohlen , Fieberkameras nicht in Pflegeheimen zu verwenden, da eine "ungenaue Temperaturmessung" die Infektion unter den am stärksten anfälligen COVID-19- Infizierten "verbreiten" könnte :

Frankreich verbietet die Verwendung von "Fieberkameras" durch Arbeitgeber

Die französische Datenschutzbehörde  CNIL - hat  Arbeitgeber verboten den Einsatz  von sogenannten Fieber-Kameras verboten

Es ist Arbeitgebern verboten, Datenbanken zu erstellen, in denen die Temperaturdaten ihrer Arbeitnehmer gespeichert sind. Ihnen [Arbeitgebern] ist es auch untersagt, automatische Temperaturmessgeräte wie Wärmebildkameras zu installieren.

Seit Inkrafttreten der DSGVO sind Gerichtsurteile, die in europäischen Nachbarländern gefällt werden auch in Deutschland anzuwenden.

Die CNIL erklärte [Fieberkameras] für illegal, wenn sie von Arbeitgebern durchgeführt wurde, und sagte dies ganz klar. Es ist seltsam, dass sie das sagen, aber so viele Unternehmen tun es immer noch - sie kümmern sich nicht um die CNIL [...] Es besteht immer das Risiko einer Normalisierung und Banalisierung der Verbreitung der Videoüberwachung ohne öffentliche Debatte.

In Saarbrücken wollte ein Ladenbesitzer Corona-Verdächtige offensichtlich anprangern und  stigmatisieren. Die Kamera sollte die Temperatur der Kunden die den Laden betreten anzeigen. Der Datenschutz monierte das Verfahren.


Der Installateur der Kamera behauptete, die Kamera wäre vollkommen datenschutzkonform. Marco Schömer, Mitarbeiter der saarländischen Datenschutzbeauftragten, sieht die Sache anders als der Kamera-Hersteller und der Errichter. Ziel der Technik sei es gerade, eine Person zu identifizieren, erläuterte er auf Nachfrage von L'essentiel. Er könne sich nach einer ersten Bewertung kein Szenario vorstellen, das einen datenschutzkonformen Betrieb dieser Anlage durch einen Einzelhändler erlauben würde. Während sich der Ladenbesitzer dem Bericht zufolge zunächst nicht zu dem Vorgang öffentlich äußerte, hat die Datenschutzbehörde inzwischen ein Prüfverfahren eingeleitet

https://www.lessentiel.lu/de/news/grossregion/story/edeka-und-kamera-firma-reagieren-auf-fieber-artikel-29408983

Nachfolgend mehrere Berichte, die die Fehlerhaftigkeit diese "Fieber-Kameras" bestätigen


Hikvision Alleges Forehead Only Fever Screening is Smart; It's Actually Dangerous 

Hikvision behauptet, ein Fieberscreening nur für die Stirn sei schlau; es ist tatsächlich gefährlich..

Denn, ein Stirn-Fieber-Screening verstößt gegen globale Standards und erhöht die Fehlerquote.

 27. August 2020

Ein Thermologie-Experte teilt IPVM mit, dass "95 bis 99% der Menschen" Fieberuntersuchungen "falsch" durchführen und dass "ungerechtfertigte" Kompensationsalgorithmen "inakzeptabel" und "verrückt" sind


Laut US-amerikanischen, britischen, kanadischen, israelischen und irischen Gesundheitsführern ist das Temperatur-Screening ineffektiv

 

Der boomende Markt für milliardenschwere Coronavirus-Fieberkameras

 


 




Hohes Sicherheitsrisiko durch IP-Kameras

 

Hohes Sicherheitsrisiko durch IP-Kameras

Der technischer Aufwand  bei IP-Kameras ist immens groß, IP-Kameras werden immer wieder gehackt. Selbst Datenschutzbehörden warnen vor Netzwerkkameras.


Immer wieder kann man bei diversen Herstellern oder Errichter lesen, dass die IP-Videoüberwachung das Tollste und Modernste der Videotechnik sei. Aber geradezu das Gegenteil ist der Fall.

Es wird immer deutlicher, dass der technische Aufwand, den IP-Kameras gerade nach der Installation verursachen, enorm groß ist. Nicht nur, dass IP-Kameras in der Regel  teurer sind als beispielsweise die HD-Kameras und zudem auch noch häufig wegen Netzwerk-Ausfall gar nicht funktionieren oder zumindest keine Echtzeit-Videoübertragung machen. (Beispiel: Leutenbachtunnel an der B14, bei Winnenden.Wegen ständigem Ausfall der Überwachungskameras muss die Geschwindigkeit im Tunnel  jeden Monat für einige Tage auf Tempo 80KM/H reduziert werden) 

Die wesentlich größeren Kosten bei Netzwerkkameras kommen erst nach der Installation der IP-Kameras: Firmware-Updates installieren, Netzwerke segmentieren, Firewall-Regeln anpassen, VPN-Tunnel einrichten, für all dies benötigen selbst qualifizierte IT-Techniker viel Zeit. Und viel Zeit kostet  viel Geld. 
Wie notwendig diese Maßnahmen nicht zuletzt wegen der DSGVO aber sind, zeigen riesige Botnets wie Mirai oder Persirai, in denen zehntausende mit Malware infizierte Kameras zusammengeschlossen sind und regelmäßig für DDoS-Angriffe missbraucht werden.


Persirai-Botnet: Hacker nutzen IP-Kameras für DDoS-Angriffe 

11.05.2017 -Das IoT-Botnetz namens Persirai besteht ausschließlich aus IP-Kameras. Insgesamt sind mehr als 120.000 IP Kameras gehacked worden



1  
    
IP-Kameras können problemlos gehackt werden
IP-Kamera nach 98 Sekunden mit Malware infiziert
Fachleute befürchten eine Netzwerkapokalypse, sobald ein unsicheres IoT-Gerät im Heimnetzwerk angeschlossen wird. Der Sicherheitsforscher Rob Graham hat es ausprobiert und sich innerhalb von 98 Sekunden die erste Infektion abgeholt. Mit einer IP-Kamera  und einem Raspberry Pi als Rekorder machte er einen Test und schloss die Geräte  an sein Heimnetzwerk an. Bis zu ersten Infektion dauerte es seinen Angaben zufolge genau 98 Sekunden. Da fragt man sich schon, weshalb muss es immer eine  IP-Kamera sein?
Ein HDVCI-Kamera macht ebenfalls 2,4 oder 8 Megapixel oder 4K,  ist aber absolut sicher gegen jeden Hacker. Da muss nichts verschlüsselt werden, das Koaxkabel ist von Haus aus sicher und die Kamera ist  immun gegen Hacker.21.11.2016
Viele Überwachungskameras haben Sicherheitslücken besonders IP-Kameras und WLAN-Kameras. Insecam.org hat Zugriff auf Überwachungskameras  weltweit.


Gehackte Kameras in  Deutschland


Eine von Insecam gehackte Kamera in Mannheim
Hier zur Live-Ansicht 

Alle Anwohner dieser Straße, die den überwachten Kamerabereich betreten  können gegen den Betreiber wegen Verletzung der informationellen Selbstbestimmung auf Schmerzensgeld  klagen

Auf der Internetseite www.insecam.org finden Sie folgende Kamera:
McDonalds in Österreich, Klagenfurt
http://insecam.org/en/view/880269/

Was geschehen kann, wenn Datenschutzvorschriften nicht eingehalten werden und über Verarbeitungstätigkeiten gem. Art 30 DSGVO gar nichts dokumentiert wird ist auf dieser Seite zu sehen:

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Der Todes-Stoss fuer IP-Videoüberwachung

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz schreibt in seiner Broschüre Videoüberwachung des Gewerbebetriebs unter der Rubrik

Speicherung und Datensicherheit
Die Verwendung veralteter netzwerktauglicher Kameras, die dem aktuellen Stand der IT-Sicherheit nicht mehr genügen und keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, verstößt ebenfalls gegen die Datenschutz-Grundverordnung (Art. 5 Abs. 1 lit. f, Art. 32 DS-GVO)
Link


Ist dies der Todesstoß für die IP- Video-Überwachung?
Jede Video-Kamera, so auch die IP-Kamera ist spätestens nach einem Jahr völlig veraltet. Sicherheitsupdates gibt es dann in aller Regel  nicht mehr, weil alle Hersteller weltweit 3-4x jährlich einen Modellwechsel machen. Somit muss die Datenübertragung aufwändig verschlüsselt werden, wenn es keine Updates mehr gibt, dann muss die IP-Kamera nach 2 Jahren ausgewechselt werden oder aber die Kameras können gehacked werden, siehe: www.insecam.org
Enorme Folgekosten kommen damit in Zukunft auf die auf die Betreiber von Netzwerk-Videoüberwachung  zu.

Siehe auch:
Warum Netzwerk-Kameras bei Videoüberwachung oftmals die falsche Wahl sind

Mittwoch, 12. August 2020

Machen Sie Ihre Videoüberwachung datenschutzkonform !

 

Machen Sie sich das (Berufs-) Leben leichter

1. Mit dem 'Video-DSGVO-Tool' vom EFDAT-Institut können Sie Ihre Videoüberwachung selbständig datenschutzkonform gestalten

Als Anfänger in Sachen Datenschutz brauchen Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter  normalerweise etwa 4-8  Wochen, bis Sie herausgefunden haben, was genau Sie alles machen müssen. Einfacher ist es mit dem #Video-DSGVO-Tool für den Einzelhandel. Mit den Mustervorlagen gestalten Sie Ihre Datenschutz-Unterlagen inkl. Datenschutz-Dokumentation und Datenschutzfolgenabschätzung selbst. Einfach, schnell und ohne Vorkenntnisse. Die Textvorlagen und Vordrucke lassen individuell auf Ihre Anforderungen anpassen. Inhalte können jederzeit ganz einfach ausgetauscht und bearbeitet werden. Mit den  Musterformularen  können Sie Ihre Videoüberwachung  selbst rechtssicher gestalten, wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen können und wollen. Die Vorgehensweise ist genau erklärt.

  1. Muster: Hinweisschild
  2. Muster: Sanktionsschild (Falls wegen Ladendiebstahl erforderlich)
  3. Muster: Informationsaushang gem. Art 13
  4. Muster: Vorabkontrolle, Zweck und Begründung der Videoüberwachung
  5. Muster: Datenschutzdokumentation
  6. Muster: Einverständniserklärung der Mitarbeiter mit Widerrufshinweis
  7. Muster: Bestellung externer Datenschutzbeauftragten
  8. Muster: Geheimhaltevereinbarung Mitarbeiter

Preis 280,--€




Wer denkt, dass er seine Videoüberwachung nicht datenschutzkonform gestalten muss, kann sich hier schon einmal ausrechnen, wie viel Bußgeld er bezahlen muss, wenn er erwischt wird.

DSGVO Bußgeld Rechner

Nach dem Konzept der DSK vom 14.10.2019

https://www.dsgvo-portal.de/dsgvo-bussgeld-rechner.php

Montag, 17. Februar 2020

Video –Jetzt schärfer! Europäische Leitlinie zur Videoüberwachung



Video – Jetzt schärfer!
Pressemitteilung TLfDI Erfurt, 30.01.2020



Europäische Leitlinie zur Videoüberwachung

Die Leitlinie betont den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Da jede Videoüberwachung mit
einem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte verbunden ist, muss ihr stets ein berechtigtes Interesse
des Kamerabetreibers zugrunde liegen. Dieses Interesse muss objektiv vorliegen, das heißt, bei
einer Videoüberwachung aus Sicherheitsgründen müssen stets auch tatsächliche Anhaltspunkte
für eine Gefahr für Leib, Leben oder Sachgüter vorliegen. Die Leitlinie stellt klar, dass ein rein
subjektives Sicherheitsgefühl nicht genügt, um eine Videoüberwachung zu rechtfertigen.

Über EDPB

Wer wir sind
Das European Data Protection Board (EDPB)
Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) ist eine unabhängige europäische Einrichtung, die zur einheitlichen Anwendung der Datenschutzbestimmungen in der gesamten Europäischen Union beiträgt und die Zusammenarbeit zwischen den Datenschutzbehörden der EU fördert. 

Das EDPB setzt sich aus Vertretern der nationalen Datenschutzbehörden und des Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB) zusammen. Die Aufsichtsbehörden der EFTA-EWR-Staaten sind auch Mitglieder in Fragen der DSGVO und ohne Stimmrecht und werden als Vorsitzende oder stellvertretende Vorsitzende gewählt. Das EDPB wird durch die Allgemeine Datenschutzverordnung (DSGVO) eingerichtet und hat seinen Sitz in Brüssel. Die Europäische Kommission und - in Bezug auf die DSGVO - die EFTA-Überwachungsbehörde haben das Recht, an den Aktivitäten und Sitzungen des Verwaltungsrats ohne Stimmrecht teilzunehmen.
https://edpb.europa.eu/about-edpb/about-edpb_de

Version 2.0 Verabschiedet am 29. Januar 2020

Richtlinien 3/2019 zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Videogeräte


               









Übersetzung 22.2.2020
 1.Entwurf, Deutsche Datenschutzhilfe e.V.

Die Europäische Datenschutzbehörde

Unter Berücksichtigung von Artikel 70 Absatz 1e der Verordnung 2016/679 / EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 über den Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und den freien Verkehr dieser Daten und Aufhebung der Richtlinie 95/46 / EG (im Folgenden „DSGVO“),

In Anbetracht des EWR-Übereinkommens und insbesondere des Anhangs XI und seines Protokolls 37 in der durch den Beschluss des Gemischten EWR-Ausschusses Nr. 154/2018 vom 6. Juli 20181 geänderten Fassung

Unter Berücksichtigung von Artikel 12 und Artikel 22 seiner Geschäftsordnung
1. Die intensive Nutzung von Videogeräten wirkt sich auf das Verhalten der Bürger aus. Eine signifikante Implementierung solcher Tools in vielen Lebensbereichen des Einzelnen wird einen zusätzlichen Druck auf den Einzelnen ausüben, um zu verhindern, dass erkannt wird, was als Anomalien wahrgenommen werden könnte. De facto können diese Technologien die Möglichkeiten der anonymen Bewegung und anonymen Nutzung von Diensten einschränken und generell die Möglichkeit einschränken, unbemerkt zu bleiben. Die Auswirkungen auf den Datenschutz sind enorm.
2. Während Einzelpersonen beispielsweise mit der Einrichtung einer Videoüberwachung für einen bestimmten Sicherheitszweck vertraut sein können, müssen Garantien getroffen werden, um einen Missbrauch für völlig andere und - für die betroffene Person - unerwartete Zwecke (z. B. Marketingzwecke, Überwachung der Mitarbeiterleistung usw.) zu vermeiden. ). Darüber hinaus wurden zahlreiche Tools implementiert, um die aufgenommenen Bilder zu nutzen und herkömmliche Kameras in intelligente Kameras umzuwandeln. Die durch das Video generierte Datenmenge in Kombination mit diesen Tools und Techniken erhöht das Risiko einer sekundären Verwendung (unabhängig davon, ob sie mit dem ursprünglich dem System zugewiesenen Zweck zusammenhängt oder nicht) oder sogar das Risiko eines Missbrauchs. Die allgemeinen Grundsätze der DSGVO (Artikel 5) sollten beim Umgang mit der Videoüberwachung immer sorgfältig beachtet werden.
3. Videoüberwachungssysteme verändern sich  in vielerlei Hinsicht im öffentlichen Sektor und privaten Bereich, um die Sicherheit zu erhöhen, Publikumsanalysen zu erhalten, personalisierte Werbung bereitzustellen usw. Die Videoüberwachung ist durch die zunehmende Implementierung intelligenter Videoanalysen leistungsfähiger geworden. Diese Techniken können aufdringliche (z. B. komplexe biometrische Technologien) oder weniger aufdringlich (z. B. einfache Zählalgorithmen) sein. Anonym zu bleiben und die Privatsphäre zu wahren, wird generell immer schwieriger. Die in den einzelnen Situationen aufgeworfenen Datenschutzfragen können unterschiedlich sein, ebenso die rechtliche Analyse bei der Verwendung der einen oder anderen dieser Technologien.
4. Zusätzlich zu Datenschutzproblemen bestehen auch Risiken im Zusammenhang mit möglichen Fehlfunktionen dieser Geräte und den von ihnen verursachten Verzerrungen. Forscher berichten, dass Software zur Gesichtserkennung,  oder -Analyse je nach Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit der identifizierten Person unterschiedliche Leistungen erbringt. Algorithmen würden auf der Grundlage unterschiedlicher demografischer Merkmale funktionieren, sodass eine Verzerrung der Gesichtserkennung die Vorurteile der Gesellschaft zu verstärken droht. Aus diesem Grund müssen die für die Datenverarbeitung Verantwortlichen auch sicherstellen, dass die biometrische Datenverarbeitung, die sich aus der Videoüberwachung ergibt, regelmäßig auf ihre Relevanz und ausreichende Garantien überprüft wird.
5. Videoüberwachung ist nicht standardmäßig erforderlich, wenn andere Mittel zur Erreichung des zugrunde liegenden Zwecks vorhanden sind. Andernfalls riskieren wir eine Änderung der kulturellen Normen, die dazu führt, dass mangelnde Privatsphäre als allgemeiner Anfang akzeptiert wird

In dieser Stellungnahme enthaltene Verweise auf „Mitgliedstaaten“ sind als Verweise auf „EEA-Mitgliedstaaten“ zu verstehen
6. Diese Richtlinien sollen Hinweise zur Anwendung der DSGVO in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten über Videogeräte geben. Die Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die allgemeine Begründung kann auf alle möglichen Anwendungsbereiche angewendet werden


2 ANWENDUNGSUMFANG
7. Die systematische automatisierte Überwachung eines bestimmten Raums durch optische oder audiovisuelle Mittel, hauptsächlich zum Schutz von Eigentum oder zum Schutz des Lebens und der Gesundheit des Einzelnen, ist zu einem bedeutenden Phänomen unserer Tage geworden. Diese Aktivität bewirkt die Erfassung und Speicherung von bildlichen oder audiovisuellen Informationen aller Personen, die den überwachten Raum betreten und anhand ihres Aussehens oder anderer spezifischer Elemente identifizierbar sind. Die Identität dieser Personen kann aufgrund dieser Angaben festgestellt werden. Es ermöglicht auch die weitere Verarbeitung personenbezogener Daten in Bezug auf die Anwesenheit und das Verhalten von Personen in dem gegebenen Raum. Das potenzielle Risiko eines Missbrauchs dieser Daten wächst in Bezug auf die Größe des überwachten Raums sowie auf die Anzahl der Personen, die den Raum besuchen. Dies spiegelt sich in der Allgemeinen Datenschutzverordnung in Artikel 35 Absatz 3 Buchstabe c wider, der die Durchführung einer Folgenabschätzung zum Datenschutz im Falle einer systematischen Überwachung eines öffentlich zugänglichen Bereichs in großem Umfang vorschreibt Gemäß Artikel 37 Absatz 1 Buchstabe b müssen die Verarbeiter einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn die Verarbeitung ihrer Natur nach eine regelmäßige und systematische Überwachung der betroffenen Personen erfordert.

8. Die Verordnung gilt jedoch nicht für die Verarbeitung von Daten, die keinen Personenbezug haben, z. wenn eine Person weder direkt noch indirekt identifiziert werden kann.

9. Beispiel: Die DSGVO gilt nicht für Kamera-Attrappen (d. H. Kameras, die nicht als Kamera fungieren und dabei keine personenbezogenen Daten verarbeiten). In einigen Mitgliedstaaten kann es jedoch anderen Rechtsvorschriften unterliegen.
Beispiel: Aufzeichnungen aus großer Höhe fallen nur dann in den Geltungsbereich der DSGVO, wenn sich die verarbeiteten Daten unter den gegebenen Umständen auf eine bestimmte Person beziehen können.
Beispiel: Eine Videokamera ist in ein Auto integriert, um Einparkhilfe zu bieten. Wenn die Kamera so konstruiert oder eingestellt ist, dass sie keine Informationen über eine natürliche Person sammelt (wie Kennzeichen oder Informationen, die Passanten identifizieren könnten), findet die DSGVO keine Anwendung.
2.2 Anwendung der Strafverfolgungsrichtlinie, LED (EU2016 / 680)

10. Insbesondere die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die zuständigen Behörden zum Zwecke der Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder Verfolgung von Straftaten oder der Vollstreckung strafrechtlicher Sanktionen, einschließlich des Schutzes vor und der Verhütung von Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit, fällt unter die Richtlinie EU2016 / 680.



2.3 Ausnahmeregelung Privathaushalt
11. Gemäß Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe c fällt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch eine natürliche Person im Rahmen einer rein persönlichen oder haushaltsbezogenen Tätigkeit, zu der auch Online-Tätigkeiten gehören können, nicht in den Geltungsbereich der DSGVO

12. Diese Bestimmung - die sogenannte Haushaltsfreistellung - ist im Zusammenhang mit der Videoüberwachung eng auszulegen. Nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofs ist die sogenannte „Haushalt Ausnahmeregelung“  so zu verstehen, dass sie sich nur auf Tätigkeiten bezieht, die im Verlauf des Privat- oder Familienlebens von Personen ausgeführt werden, was bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, die in der Veröffentlichung im Internet bestehen, offensichtlich nicht der Fall ist, so dass diese Daten gemacht werden für eine unbegrenzte Anzahl von Personen zugänglich.4  Wenn es sich bei einem Videoüberwachungssystem um ein System zur ständigen Erfassung und Speicherung personenbezogener Daten handelt,„ ist es sogar teilweise ein öffentlicher Raum und wird dementsprechend vom privaten Umfeld nach außen gerichtet von der Person, die die Daten auf diese Weise verarbeitet, kann sie nicht als rein personenbezogene oder haushaltsbezogene Tätigkeit im Sinne von Artikel 3 Absatz 2 zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 95/46 angesehen werden. “5

2 The EDPB notes that where the GDPR so allows, specific requirements in national legislation might apply.
2 Das EDPB stellt fest, dass, wo die DSGVO dies zulässt, möglicherweise spezifische Anforderungen in den nationalen 
    Rechtsvorschriften gelten
3 See also Recital 18,    3 Siehe auch Erwägungsgrund 18
4 European Court of Justice, Judgment in Case C-101/01, Bodil Lindqvist case, 6th November 2003, para 47.
5 European Court of Justice, Judgment in Case C-212/13, František Ryneš v Úřad pro ochranu osobních údajů, 11
   December 2014, para. 33.

13. Was Videogeräte betrifft, die in den Räumlichkeiten einer Privatperson betrieben werden, kann dies unter die Haushaltsfreistellung fallen. Es wird von mehreren Faktoren abhängen, die alle berücksichtigt werden müssen, um zu einer Schlussfolgerung zu gelangen. Neben den oben genannten Elementen, die in EuGH-Urteilen genannt werden, muss der Benutzer der Videoüberwachung zu Hause prüfen, ob er eine persönliche Beziehung zur betroffenen Person hat, ob der Umfang oder die Häufigkeit der Überwachung auf eine berufliche Tätigkeit hindeutet und die potenziellen nachteiligen Auswirkungen der Überwachung auf die betroffenen Personen. Das Vorhandensein eines einzelnen der oben genannten Elemente lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass die Verarbeitung außerhalb des Geltungsbereichs der Haushaltsfreistellung liegt. Für diese Feststellung ist eine Gesamtbewertung erforderlich.

14.   Beispiel: Ein Tourist zeichnet Videos sowohl über sein Mobiltelefon als auch über einen Camcorder auf, um seine Ferien zu dokumentieren. Er zeigt das Filmmaterial Freunden und der Familie, macht es jedoch nicht für eine unbegrenzte Anzahl von Personen zugänglich. Dies würde unter die Haushaltsfreistellung fallen.

Beispiel: Eine Downhill-Mountainbikerin möchte ihre Abfahrt mit einer Actioncam aufzeichnen. Sie fährt in einer abgelegenen Gegend und plant nur, die Aufnahmen für ihre persönliche Unterhaltung zu Hause zu verwenden. Dies fällt auch dann unter die Haushaltsfreistellung, wenn teilweise personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Beispiel: Jemand überwacht und zeichnet seinen eigenen Garten auf. Das Grundstück ist eingezäunt und nur der Controller selbst und seine Familie betreten regelmäßig den Garten. Dies würde unter die Haushaltsfreistellung fallen, vorausgesetzt, die Videoüberwachung erstreckt sich nicht einmal teilweise auf einen öffentlichen Raum oder ein benachbartes Grundstück.


3 RECHTMÄSSIGE VERARBEITUNG
15. Vor der Verwendung sind die Zwecke der Verarbeitung genau anzugeben (Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe b). Die Videoüberwachung kann vielen Zwecken dienen, z. Unterstützung des Schutzes von Eigentum und anderen Vermögenswerten, Unterstützung des Schutzes des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit von Personen, Erhebung von Beweismitteln für zivilrechtliche Ansprüche.6 Diese Überwachungszwecke sollten schriftlich dokumentiert werden (Artikel 5 Absatz 2) und müssen für jede Überwachungskamera angegeben werden, die in Gebrauch ist. Kameras, die von einem Verantwortlichen für den gleichen Zweck verwendet werden, können gemeinsam dokumentiert werden. Darüber hinaus müssen die betroffenen Personen über den Zweck (die Zwecke) der Verarbeitung gemäß Artikel 13 informiert werden (siehe Abschnitt 7, Transparenz- und Informationspflichten). Die Videoüberwachung auf der Grundlage des bloßen Zwecks „Sicherheit“ oder „zu Ihrer Sicherheit“ ist nicht spezifisch genug (Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe b). Es verstößt außerdem gegen den Grundsatz, dass personenbezogene Daten in Bezug auf die betroffene Person rechtmäßig, fair und transparent verarbeitet werden (siehe Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a).
16. Grundsätzlich kann jeder Rechtsgrund nach Artikel 6 Absatz 1 eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung von Videoüberwachungsdaten bilden. Beispielsweise findet Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c Anwendung, wenn das nationale Recht eine Verpflichtung zur Durchführung der Videoüberwachung vorsieht.7 In der Praxis sind jedoch die Bestimmungen am wahrscheinlichsten
Artikel 6 Absatz 1 f (berechtigtes Interesse),
Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e (Notwendigkeit, eine im öffentlichen Interesse oder bei der Ausübung öffentlicher Gewalt ausgeübte Aufgabe zu erfüllen)
In Ausnahmefällen kann der für die Verarbeitung Verantwortliche Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a (Zustimmung) als Rechtsgrundlage verwenden

17. Die rechtliche Würdigung von Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f sollte auf den folgenden Kriterien des Erwägungsgrund 47 beruhen.

3.1.1. Bestehen berechtigter Interessen

18. Die Videoüberwachung ist rechtmäßig, wenn sie zur Erfüllung des Von einem für die Verarbeitung Verantwortlichen oder einem Dritten verfolgten berechtigten Interesses erforderlich ist, es sei denn, diese Interessen werden durch die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person außer Kraft gesetzt (Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f). Berechtigte Interessen, die von einem für die Verarbeitung Verantwortlichen oder einem Dritten verfolgt werden, können rechtliche 8, wirtschaftliche oder immaterielle Interessen sein.9 Der für die Verarbeitung Verantwortliche sollte jedoch berücksichtigen, dass, wenn die betroffene Person der Überwachung gemäß Artikel 21 widerspricht, die Videoüberwachung dieser betroffenen Person nur dann erfolgen kann, wenn es sich um ein zwingendes berechtigtes Interesse handelt, das die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person übersteigt und , oder zur  Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen überwiegen

19. In einer realen und gefährlichen Situation kann der Zweck des Schutzes von Eigentum vor Einbruch, Diebstahl oder Vandalismus ein berechtigtes Interesse für die Videoüberwachung darstellen.

6 Rules on collecting evidence for civil claims varies in Member States.
6 Die Vorschriften für die Erhebung von Beweismitteln für zivilrechtliche Ansprüche sind in den Mitgliedstaaten unterschiedlich
7 These guidelines do not analyse or go into details of national law that might differ between Member States.
7 Diese Leitlinien analysieren oder gehen nicht auf Einzelheiten des nationalen Rechts ein, die von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat unterschiedlich sein können
8 European Court of Justice, Judgment in Case C-13/16, Rīgas satiksme case, 4 may 2017
8Europäischer Gerichtshof, Urteil in der Rechtssache C-13/16, Rechtssache Rīgas satiksme, 4. Mai 2017
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-13/16
9 see WP217, Article 29 Working Party
9siehe WP217, Artikel 29 Arbeitsgruppe https://datenschutz.hessen.de/sites/datenschutz.hessen.de/files/wp29_de.pdf

20. Das berechtigte Interesse muss real sein und ein aktuelles Thema sein, (d. h. es darf weder fiktiv noch spekulativ sein) 10. Vor Beginn der Überwachung muss eine Notsituation im wirklichen Leben vorliegen, z. B. Schäden oder schwerwiegende Vorfälle in der Vergangenheit. In Anbetracht des Grundsatzes der Rechenschaftspflicht wäre es den für die Verarbeitung Verantwortlichen ratsam, relevante Vorfälle (Datum, Art und Weise, finanzieller Verlust) und damit verbundene strafrechtliche Anklagen zu dokumentieren. Diese dokumentierten Vorfälle können ein starker Beweis für das Bestehen eines berechtigten Interesses sein. Das Bestehen eines berechtigten Interesses sowie die Notwendigkeit der Überwachung sollten in regelmäßigen Abständen (z. B. einmal jährlich, je nach den Umständen) überprüft werden.

Beispiel: Ein Ladenbesitzer möchte einen neuen Laden eröffnen und ein Videoüberwachungssystem installieren, um Vandalismus zu verhindern. Er kann anhand von Statistiken nachweisen, dass in der näheren Umgebung hohe Erwartungen an Vandalismus bestehen. Auch Erfahrungen aus benachbarten Geschäften sind hilfreich. Es ist nicht erforderlich, dass eine Beschädigung des betreffenden Controllers aufgetreten ist. Solange Schäden in der Nachbarschaft auf eine Gefahr oder ähnliches hindeuten und somit ein Hinweis auf ein berechtigtes Interesse sein können. Es reicht jedoch nicht aus, eine nationale oder allgemeine Kriminalitätsstatistik vorzulegen, ohne das betreffende Gebiet oder die Gefahren für dieses Geschäft zu analysieren

22. Unmittelbar bevorstehende Gefahrensituationen können ein berechtigtes Interesse darstellen, beispielsweise Banken oder Geschäfte, die kostbare Güter verkaufen (z. B. Juweliere), oder Bereiche, die als typische Tatorte für Eigentumsdelikte bekannt sind (z. B. Tankstellen).

23. Die DSGVO stellt außerdem klar, dass sich die Behörden nicht auf ihre Verarbeitung aus Gründen des berechtigten Interesses berufen können, solange sie ihre Aufgaben erfüllen, 
Artikel 6 Absatz 1 Satz 2

24. Personenbezogene Daten sollten angemessen, relevant und auf das beschränkt sein, was für die Zwecke, für die sie verarbeitet werden, erforderlich ist („Datenminimierung“), siehe Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c. Vor der Installation eines Videoüberwachungssystems sollte der Controller immer kritisch prüfen, ob diese Maßnahme zum einen geeignet ist, um das gewünschte Ziel zu erreichen, und zum anderen angemessen und für seine Zwecke notwendig ist. Videoüberwachungsmaßnahmen sollten nur dann gewählt werden, wenn der Zweck der Verarbeitung mit anderen Mitteln, die die Grundrechte und -freiheiten der betroffenen Person weniger beeinträchtigen, nicht angemessen erfüllt werden kann.

25. In Anbetracht der Situation, dass ein für die Verarbeitung Verantwortlicher Straftaten im Zusammenhang mit Eigentum verhindern möchte, könnte der für die Verarbeitung Verantwortliche anstelle der Installation eines Videoüberwachungssystems auch alternative Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, z. B. Installieren von Sicherheitsschlössern, manipulationssicheren Fenstern und Türen oder Auftragen von Anti-Graffiti-Beschichtungen oder -Folien auf Wänden. Diese Maßnahmen können genauso wirksam sein wie Videoüberwachungssysteme gegen Einbruch, Diebstahl und Vandalismus. Der für die Verarbeitung Verantwortliche muss von Fall zu Fall beurteilen, ob solche Maßnahmen eine vernünftige Lösung darstellen können.

26. Vor dem Betrieb eines Kamerasystems muss der Verantwortliche beurteilen, wo und wann Videoüberwachungsmaßnahmen unbedingt erforderlich sind. In der Regel erfüllt ein Überwachungssystem, das nachts sowie außerhalb der regulären Arbeitszeiten arbeitet, die Anforderungen des Controllers, um Gefahren für sein Eigentum zu vermeiden.

10siehe WP217, Artikel 29, Arbeitsgruppe, S. 24 seq. Siehe auch EuGH-Rechtssache C-708/18, S. 44
https://datenschutz.hessen.de/sites/datenschutz.hessen.de/files/wp217_de.pdf
https://betriebs-berater.ruw.de/wirtschaftsrecht/urteile/Verarbeitung-personenbezogener-Daten-mittels-Videoueberwachungssystem--39946


EuGH: Verarbeitung personenbezogener Daten mittels Videoüberwachungssystem
EuGH, Urteil vom 11.12.2019 – C-708/18, TK gegen Asociaţia de Proprietari bloc M5A-ScaraA ECLI:EU:C:2019:1064
Eine Überwachung mittels einer Videoaufzeichnung von Personen auf einer kontinuierlichen Speichervorrichtung, der Festplatte, stellt eine automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 95/46 dar (Urteil vom 11. Dezember 2014, Ryneš, C 212/13, EU:C:2014:2428, Rn. 25).

Somit ist ein kamerabasiertes Videoüberwachungssystem als automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten im Sinne dieser Bestimmung einzustufen, wenn sich durch die installierte Vorrichtung personenbezogene Daten wie etwa Bilder, anhand derer natürliche Personen identifiziert werden können, aufzeichnen und speichern lassen. Es ist Sache des vorlegenden Gerichts, zu prüfen, ob das im Ausgangsverfahren in Rede stehende System diese Merkmale aufweist.
Außerdem muss jede Verarbeitung personenbezogener Daten zum einen den in Art. 6 der Richtlinie 95/46 aufgestellten Grundsätzen in Bezug auf die Qualität der Daten und zum anderen einem der in Art. 7 der Richtlinie aufgeführten Grundsätze in Bezug auf die Zulässigkeit der Verarbeitung von Daten genügen (Urteil vom 13. Mai 2014, Google Spain und Google, C 131/12, EU:C:2014:317, Rn. 71 und die dort angeführte Rechtsprechung).


https://betriebs-berater.ruw.de/wirtschaftsrecht/urteile/Verarbeitung-personenbezogener-Daten-mittels-Videoueberwachungssystem--39946




Freitag, 13. Dezember 2019

Planungshilfe und DSGVO-Video-Praxis-Leitfaden für Video-Errichter








1.1  Informieren (Leitfaden)

1.2  Integrieren  (Videospezialisten für  Projektierung und Datenschutz)

1.3  Installieren  (Technisch geschulter, datenschutzzertifizierter Installateur und Service-Techniker)

Bevor Sie anfangen zu projektieren, fragen Sie, was die Aufgabenstellung ist  oder das Problem, das gelöst werden soll und wie viel Kosten dieses Problem  derzeit  verursacht. Dann wissen Sie auch recht schnell wie viel Geld für eine Problembeseitigung investiert werden kann. Wenn keine konkrete Aufgabenstellung oder kein Problem (Zweck*) vorliegt, so besteht in aller Regel auch keinen Bedarf an einer Videoanlage und laut Daten-schutz, darf dann auch gem. Art 6 DSGVO und §4 BDSG keine Videoüberwachung  installiert werden. (* Der Zweck der Videoanlage muss laut BDSG in einer  Datenschutzdokumentation schriftlich festgehalten werden.) WICHTIG: Bereits vor der Installation muss der Betreiber eine Vorabkontrolle durchgeführt haben. Erst dann ist sichergestellt, wo überhaupt eine Kamera installiert werden darf und welchen Blickwinkel die Kamera haben darf. (Seit 25.5.2018 zusätzlich eine Datenschutzfolgenabschätzung erfordrlich)  Der „Zertifizierte Installateur“ stellt dem Betreiber alle für BDSG und DSGVO erforderliche Unterlagen bereits mit der Auftragsbestätigung zur Verfügung. Es ist zwingend vorgeschrieben, dass die Mitarbeiter über Art und Umfang der Videoüberwachung informiert worden sind und deren Erklärung und Einverständnis auch schriftlich vorliegt. (Siehe Muster)

Die Gefährdungslage muss belegte und dokumentiert sein (Vorabkontrolle) Siehe auch neue europäische Leitlinie für Videoüberwachung.

Daher ist für die Durchführung einer Videoüberwachung eine erhebliche Gefährdung der berechtigten Interessen der Verantwortlichen erforderlich. Die lediglich allgemeine Sorge vor Straftraten oder allgemeiner Vandalismus rechtfertigen die anlasslose Überwachung sämtlicher Personen im überwachten Bereich regelmäßig nicht. Die Gefährdungslage muss sich aus tatsächlichen Erkenntnissen ergeben – subjektive Befürchtungen oder ein Gefühl der Unsicherheit reichen nicht aus. Der Berechtigte kann zwar aufgrund seines Hausrechts missliebiges Verhalten zum Anlass nehmen, Besuchern "die Tür zu weisen". Allerdings zeigt die Regelungssystematik des § 6b Abs. 1 BDSG a.F., dass er sich nicht beliebig auf das Hausrecht berufen kann, um eine Videoüberwachung durchzuführen.

Vielmehr muss er sich auf ein berechtigtes Interesse, d.h. auf einen "guten Grund" stützen können. Dies kann jedes subjektive Interesse sein, wenn es grundsätzlich schutzwürdig und objektiv begründbar ist. (vgl. BTDrs. 14/5793 S. 61). https://deutsche-datenschutzhilfe.de/paragraph4-bdsg-vom-bverwg-gekippt

 

Achtung Hinweis an den Installateur: Eine Videoüberwachungsanlage sollte  nicht an den Betreiber übergeben werden, wenn kein Datenschutzbeauftragter bestellt wurde. Für Kameras deren Platzierung nicht datenschutzkonform ist, haftet der Planer oder der Installateur ebenso wie der Betreiber der Videoanlage. Die Haftung für Datenschutzverstöße nach Art. 82 DSGVO ändert sich im Vergleich zu unserem bekannten Schadensersatzrecht schon gewaltig. Im Gegensatz zum BDSG, das die Haftung des Betreibers/Auftraggebers vorsieht, finden sich in Artikel 82 DSGVO wesentlich gravierende Haftungsregeln: „Jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen diese Verordnung ein materieller oder moralischer Schaden entstanden ist, hat Anspruch auf Schadenersatz gegen den für die Verarbeitung Verantwortlichen oder gegen den Auftragsverarbeiter.“

 

Deshalb haftet auch der Errichter/Installateur direkt gegenüber dem Geschädigten. Wenn Sie als Errichter bei der Deutschen Datenschutzhilfe Mitglied werden, erhalten Sie alle Unterlagen, die Ihr Kunde benötigt "Gratis" und zusätzlich ein Abnahmeprotokoll, dass Sie aus der Haftung nimmt.

Wenn Ihnen das keine Mitgliedschaft wert ist, dann müssen Sie eines Tages einige 1000€ "Lehrgeld" bezahlen.

1. Überwachung : Wann und wo

Klären Sie ab welcher Zeitraum wichtig ist. Wann genau entsteht das Problem, das Kosten verursacht? Wenn nur nachts überwacht werden muss, dann ist es sinnvoller, eine spezielle nachtsichttaugliche Kamera mit Umschaltung auf schwarz/weiß (Starlight)zu verwenden, die lichtempfindlicher eingestellt werden kann, als eine Farbkamera.

 

 Tagüberwachung                                                                   Innenbereich ( IP-54)

 Tag/Nachtüberwachung                                             Außenbereich ( IP-66-68)

2. Kameratyp

Mit dem Kameratyp treffen Sie eine Vorentscheidung bezüglich Preis und Folgekosten. Bedenken Sie jedoch, dass nur eine Kamera, die exakt die genannten Bedürfnisse erfüllt, schlussendlich der Grundstock für eine effiziente Videoüberwachung ist. Eine richtig projektierte Videoanlage macht sich von selbst bezahlt und sei es nur durch die Freude oder Komfort, den  der Besitzer dann hat. (Zweck der Kamera beachten) Wegen der Hacker-Gefahr sollten Sie möglichst keine IP-Kameras verwenden. Mittlerweile gibt es die modernere HDVCI-Videotechnik. Wenn Sie Bilder auf ihrem PC, im Netzwerk oder per Fernüberwachung  sehen wollen, können Sie jede Videokamera über den Rekorder zum Router in ein Netzwerk (Web) bringen. Wir empfehlen immer eine Punkt zu Punkt Videosignal-Übertragung (RG-59 oder LAN) von jeder Kamera bis zum Digitalrekorder und gehen von dort direkt (nur per LAN-Kabel) auf den Router. Benutzen Sie niemals vorhandene Netzwerke.

 

 Farb-Tag/Nacht-Kamera                                            HDVCI Full-HD Kamera (analoge Übertragung)

 Farb-Tag/Nacht-Kamera mit LED                              SDI  Full-HD-Kamera (digitale Übertragung)

 IP Full-HD-Kamera (digitale Übertragung)

 

3. Modellvariante

Die Kamera, die Sie auswählen, sollte den größtmöglichen Vorteil für Ihre Aufgabenstellung haben. Die technischen Möglichkeiten sind bei nahezu allen Kameras identisch, sofern diese ein OSD-Menü haben. Für fast alle architektonischen Gegebenheiten sind Kameras vorhanden. In öffentlich zugänglichen Verkaufsräumen wie

in Ladengeschäften oder an Tankstellen dürfen Sie nicht mit 4 oder 8Megapixel-Kameras bereitflächig alles überwachen,  das wäre ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz. Sie dürfen nur das überwachen, was relevant für ihr Anliegen ist, bzw. für das, was Sie als Zweck in Ihrer Datenschutzdokumentation angegeben haben. Beispiel: Nur der Tankvorgang an Säule 4 ist relevant, nicht das danebenstehende parkende Auto bei  der Säule Nr.6. Eine Kuppelkamera möglichst mit Vandalismus sicherem Glas, sollte immer dort installiert werden, wo die Gefahr besteht, dass Fremde (Einbrecher) an die Kamera gelangen können, um diese zu verstellen. Verwenden Sie niemals WLAN-Kameras. WLAN-Kameras werden mit Vorliebe gehackt und Profieinbrecher halten bevorzugt nach Häusern oder Läden mit WLAN-Kameras Ausschau. Bei einem Einbruch oder Ladendiebstahl verwenden die Diebe dann sogenannte „Jammer“ und schalten die WLAN-Kameras einfach aus.

 

 Kuppel-Kamera                                                           LED-Kamera (mit integrierter Beleuchtung)

 Zylinder-Kamera                                                         Minidome

 Motorisierte-Zoom-Kamera                                        Speed-Dome (Achtung Datenschutz)

4. Objektiv

Beim Bildausschnitt entscheiden Sie wesentlich über die Qualität Ihrer Videoanlage, je genauer der Bildausschnitt festgelegt wird, desto detailgetreuer sind später die Bilder. Deshalb am besten ein motorisiertes Zoom-Objektiv verwenden. Die Qualität und Lichtstärke des Objektiv ist ein wesentlicher Baustein einer Videoanlage. Faktoren wie Modulationstiefe, Randschärfe, Lichtstärke tragen zum Gelingen Ihres Vorhabens bei.  An dieser Stelle zu sparen, ist dasselbe, wie eine Brille aus Milchglas zu tragen. Sie wäre billiger, aber nutzlos. Mit einer Full-HD Kamera können Sie allerdings bis zu einer Bildbreite von ca. 20m jedes Gesicht und jede Autonummer erkennen

 

 Übersichtaufnahme                                                    Festobjektiv

 Detailerkennung                                                          Vario/Zoom-Objektiv

5. Stromversorgung

Beachten Sie, eine dezentrale Stromversorgung ist das einfachste.  POE (Power over Ethernet) ist nur bis zu einer Länge von 80m sinnvoll. Danach wird unverhältnismäßig viel Strom verbraucht. Systemkabel mit Video/12V können wegen des Stromverlustes auch nur max. 200m überbrücken.

 

 230 V                                                                           POE, Netzwerk (CAT 7 )

 Systemkabel ( Video,12V, Audio)                               Akku/Notstromversorgung

 Wetterfeste Kabel/ Erdkabel

6. Kamerastandart

Wesentliche Kriterien einer Kamera außer der Auflösung, (von 2 bis 8 Megapixel), sind die  Licht-empfindlichkeit und Lichtwertregelung oder auch IR-Schwenkfilter bei einer Tag/Nacht-Kamera oder OSD-Menü-Steuerung per App. Durch die nachfolgenden technischen Merkmale ergeben sich auch große preisliche Unterschiede. Fragen Sie sich deshalb, was Sie wirklich brauchen, was für Sie wichtig ist. Beachten Sie bitte, dass Billigangebote aus dem Internet auch Kostenfallen sind, weil die Qualität häufig nicht in Ordnung ist und die Kameras ausfallen und Technikerkosten verursachen. Kameras von renommierten Herstellern sind geprüft und halten nachweislich jahrelang über die Garantiezeit hinaus und entsprechen zudem allen deutschen (VDE) und europäischen Vorschriften.

 

 Auflösung (2 oder 4Megapixel)                                   Privatzonen

 Lichtempfindlichkeit  (Tag/Nacht)                               OSD - Menü (Fernkonfiguration)

 Gegenlicht:  HLC/BLC/WDR                                      Tag/Nacht mit IR-Schwenkfilter

7. Beleuchtung

Die Art der Beleuchtung, der Standort der Beleuchtung, (möglichst nah am Objekt) der Spektralbereich der Beleuchtung sollte mit der Spektralkurve der Kamera übereinstimmen. Die Beleuchtungsstärke (Lux) sollte gemessen werden. Eine gleichmäßige „schwache „ Ausleuchtung ist immer besser, als helle punktuelle Strahler. Wenn eine Infrarot-Beleuchtung erforderlich ist, sollte diese nach Möglichkeit separat montiert werden. Kameras mit integriertem LED-Licht sind nur in Innenräumen sinnvoll, denn sie haben die Eigenschaft, dass Sie im Außenbereich ständig gereinigt werden müssen, weil Insekten oder Spinnen, die durch das Licht angezogen werden, das Objektiv verschmutzen

 

 Beleuchtung  vorhanden                                             Infrarotbeleuchtung  (LED )

 Halogenstrahler erforderlich                                       LED in Kamera integriert

8. Montage - Verkabelung

Die Kabellänge, oder eventuelle induktive Störungen sprechen in aller Regel für eine 2-Draht oder eine LWL-Video-Übertragung, damit können oft mehrere Kilometer Video- und Steuerbefehle übertragen werden. Die modernste Art der Videoübertragung auch bei Full-HD-Kameras ist mittlerweile das altbekannte RG 59 Koaxkabel, denn es kann ohne Verstärkung bis 300 m Full-HD und bis 500m in HD übertragen und eignet sich auch für die Übertragung der Steuerbefehle und Audio. Der große Vorteil dieser HDVCI-Videotechnik: Sie können die alten Videokabel verwenden, wenn Sie bereits eine alte Videoüberwachung installiert hatten. Ein System-Kabel mit 5,5mm Durchmesser hat eine bessere Abschirmung als ein 3 mm Kabel, was sich natürlich im Preis bemerkbar macht. Wer bei der Montage spart, spart an der denkbar schlechtesten Stelle. Wenn Sie Ihren Arzt im Preis drücken, können Sie ahnen was dabei herauskommt. Gute Arbeit hat immer ihren Preis und dauert auch länger als Pfuscharbeit. Störungen im Videobild sind zumeist auf eilige und somit schlampig oder billige Installationen z. B. bei der Montage der Stecker zurückzuführen oder auf Einstrahlung von 230V oder Starkstrom-Leitungen oder -Geräten. Zu Stromleitungen Immer genügen Abstand gem. VDO halten. Funkübertragung oder WLAN–Kameras sollten Sie wie unter Punkt 3 bereits beschrieben, unbedingt vermeiden, da diese Videosignale immer gestört werden können. Alle Einbrecher und professionellen Ladendiebe haben immer einen „WLAN-Jammer“ dabei, mit dem Sie WLAN-Kameras außer Betrieb setzen können. Bei den qualitativ sehr hochwertigen SDI-Kameras ist wegen der digitalen Bildübertragung ausschließlich ein Koaxkabel mit 95 % Kupferanteil zu verwenden.

 

 Video/Koaxkabel RG 59                                             2-Draht/Telefonkabel

 RG59 Koaxkabel für SDI-Kameras                            Glasfaserkabel

 Steuer/Datenleitung LAN/RS-232                               CAT 7

 Video-Systemkabel (Video/Audio/12VDC)

9. Aufzeichnung

Bei der Videoaufzeichnung können Sie entscheiden, ob Sie den Rekorder (DVR) lieber mit der Maus (PC-Lösung) oder lieber mit einer Tastatur (Stand-Alone) bedienen. Die Dauer der Bildspeicherung ist abhängig vom Zweck und muss bei einer Speicherung von mehr als 2 Tagen genau begründet werden. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall eine "Cloud-Abspeicherung". Die Idee, dass ein Rekorder gestohlen werden kann ist irrelevant, da gemäß Datenschutz (technisch–organisatorische Maßnahmen) Datenschutzfolgenabschätzung der Rekorder an einem sicheren Platz untergebracht werden muss.

 

 Stand-Alone DVR                                                       Rekorder mit Texteinblendung

 Rekorder auf PC-Basis                                               Rekorder (Kassen) – Datenverknüpfung

10. Digitalrekorder

Bei Rekordern gibt es einige wesentliche Kriterien, die sich ebenfalls erheblich auf den Endpreis der Videoanlage auswirken. Wichtig ist vor allem eine optimale und möglichst intuitive Bedienung des Gerätes, sowie die Anbindung an ein Netzwerk oder Internet mit der passenden App/Software für Smartphone, Tablet oder Laptop. Wichtig ist auch, wie viele Bilder pro Sekunde werden aufgenommen und  bei der Wiedergabe gezeigt.  Jeder  Rekorder sollte mindestens  25 Bilder pro Sekunde auf jedem Kanal, auch bei voller Belastung auf allen Videoeingängen machen. Bei 16 Kameras sollte der Rekorder min. 32 MB gleichzeitig in Echtzeit (25Frames/Sec.) aufzeichnen können.

 

 Wiedergabe in Echtzeit

 Anzahl der Videoeingänge: 4 , 8, 16, 32  

 E-Mail Versand/ Popup bei Alarmkriterien

 Video-Motion Detektion, Bewegungserkennung, Gesichtserkennung, Personenzählen

 Ereignisgesteuerte Aufzeichnung, Alarmeingänge/ Ausgänge,

 Suchfunktionen nach Kamera Nr. Zeit, Ereignis, Kassenstorno, Textdaten

 Netzwerkanschluß, Internet, Klient- Software, Smartphone-App

 POS – Kassendaten oder Daten-Schnittstelle für Alarm/Zutrittskontrolle oder Bus-Systeme



11. Skizze

Hilfreich zu guter Letzt, ist immer eine Skizze, in der die gewünschten Bildwinkel eingetragen werden können. Beschreiben Sie zusätzlich in wenigen Worten, wie Sie sich die Funktion der Video-Anlage vorstellen. Denken Sie noch an Datenschutz*, Betriebsrat, Sonneneinstrahlung, Wartungs- und Folge-kosten. Ein Schnäppchen kann sich im Nachhinein als recht teuer erweisen und viel Bußgeld seitens der Datenschutzbehörde kosten. (Aktuelles Beispiel MrWash) Ein gut geplantes Videosystem wird sich von alleine bezahlt machen. Je mehr Sie für eine Videoanlage investieren, desto mehr werden Sie einsparen, oder umso größer wird ihr Nutzen und Ihre Freude sein.

Anhand der Skizze kann auch festgestellt werden, ob eine Kamera evt. gegen den Datenschutz verstößt oder ob der Kamerastandort geeignet ist das jeweilige Problem  auch  zu beseitigen

 

 


* Ihr externer Datenschutzbeauftragter 

Wir erstellen alle Unterlagen, DSGVO Datenschutzpaket und sind Ihr externer Datenschutz-beauftragter. Damit sind Sie alle Sorgen los. Preis 1480 €

 

Unterlagen der Landesdatenschutzbehörden:

https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/videoueberwachung/videoueberwachung-des-gewerbebetriebs/

 

Bitte unbedingt beachten:

Zweck der Videoüberwachung Bevor eine Videoüberwachung installiert wird, ist zu konkretisieren, welches Ziel damit erreicht werden soll. Ein berechtigtes Interesse für den Betrieb einer Videoüberwachungsanlage kann ideeller, wirtschaftlicher oder rechtlicher Natur sein. Soll die Videoüberwachung dazu eingesetzt werden, vor Einbrüchen, Diebstählen oder Vandalismus zu schützen, ist darin grundsätzlich ein berechtigtes Interesse zu sehen, wenn eine tatsächliche Gefahrenlage nachgewiesen werden kann. Zu fordern sind konkrete Tatsachen, aus denen sich eine Gefährdung ergibt, beispielsweise Beschädigungen oder besondere Vorkommnisse in der Vergangenheit. Ratsam ist es daher, entsprechende Ereignisse sorgfältig zu dokumentieren (Datum, Art des Vorfalls, Schadenshöhe) oder etwaige Strafanzeigen aufzubewahren. Auch die Beweissicherung durch die Aufzeichnung kann ein solches berechtigtes Interesse darstellen.

 

In bestimmten Fällen kann auch eine abstrakte Gefährdungslage ausreichend sein, wenn eine Situation vorliegt, die nach der Lebenserfahrung typischerweise gefährlich ist, z.B. in Geschäften, die wertvolle Ware verkaufen (z.B. Juweliere) oder die im Hinblick auf Vermögens- und Eigentumsdelikte potentiell besonders gefährdet sind (z.B. Tankstellen). Darüber hinaus ist im Vorhinein konkret festzulegen und schriftlich zu dokumentieren, welchem Zweck die Videoüberwachung im Einzelfall dienen soll. Dabei ist der Überwachungszweck jeder einzelnen Kamera gesondert und konkret anzugeben.

 

https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/videoueberwachung-nach-ds-gvo/

 

DSGVO-Video-Tool


  1. Planungshilfe für eine datenschutzkonforme Videoüberwachung
  2. Muster Vorabkontrolle, Zweck und Begründung der Videoüberwachung
  3. Muster Hinweisschild
  4. Muster Informationsaushang gem. Art 13
  5. Muster Datenschutzdokumentation mit TOM
  6. Muster Einverständniserklärung der Mitarbeiter mit Widerrufshinweis
  7. Muster Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten
  8. Muster Geheimhaltevereinbarung Mitarbeiter

 

 





Planer und Installateure haften, wenn die Videoüberwachung nicht datenschutzkonform übergeben wird.

Ein Installateur, der  Videoüberwachung mit einem DSGVO Datenschutz-Zertifikat anbieten kann, hat  eindeutig einen Wettbewerbsvorteil vor jedem Mitanbieter, der den Datenschutz-Service nicht leisten kann.
Installateure können ab DSGVO in Regress genommenen werden, wenn Sie eine Videoüberwachung an einen Kunden übergeben, die nicht datenschutzkonform ist.
Der sorgsame Umgang mit den Bild-Daten der Kunden sollte auch das oberste Ziel des Gewerbetreibenden sein. Die Verbraucher haben durch DSGVO seit dem 25.Mai 2018 eine Bestärkung ihrer Rechte bekommen und können jederzeit auf Schadenersatz klagen, wenn Sie einen Datenschutzverstoß  in einem Gewerbebetrieb entdecken.
Siehe Beitrag :
Datenschutzverstöße bei der Videoüberwachung - Wer haftet?

Das Angebot der Deutschen Datenschutzhilfe an alle Installateure:
Wir helfen Ihnen zur einer  Videoüberwachung mit Datenschutz-Zertifikat.








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