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Dienstag, 2. Juli 2019

Der Datenschutz-Irrweg der Groko


Der Datenschutz-Irrweg der Groko
Die Änderung des BDSG am 27. 6. zu nächtlicher Stunde.

Nun wissen wir, was zu nächtlicher Stunde im Bundestag beschlossen wurde – unter anderem wurde der Datenschutz mal wieder verschlechtert.
Bereits seit 2006 , lange vor Erscheinen der DSGVO war im  BDSG festgeschrieben, dass ab 10 Mitarbeitern, die ständig mit personenbezogenen Daten in Betrieben zu tun haben, ein Datenschutzbeauftragter zu benennen ist.
Alle Gewerbetreibenden die es betrifft, hätten demnach schon 13 Jahre lang Zeit gehabt einen Datenschutzbeauftragten zu benennen.
Unter dem Vorwand, die DSGVO zu entschärfen betreibt die Bundesregierung nun eine Besänftigungsmaßnahme für die Unternehmer, die sich nicht um den Datenschutz kümmern wollen.
Damit soll vermutlich verhindert werden, dass die derzeitigen  Umfrageergebnisse der GroKo noch schlechter werden.

Das Problem für den Einzelhändler, der eine EC-Zahlung  an den Kassen ermöglicht und 15 Kassiererinnen hat,  wird dadurch nicht weniger, sondern vermutlich noch größer.
Nun braucht er zwar keinen Datenschutzbeauftragten mehr, muss aber dennoch datenschutzkonform arbeiten. Wie soll das funktionieren?
Das Ergebnis, dieser Gesetzesänderung wird sein, Sie ahnen es bereits, die Einzelhändler bestellen keinen Datenschutzbeauftragten, arbeiten nicht datenschutzkonform und bezahlen am Ende
riesengroße Bußgelder, sobald sich ein Kunde bei einer Datenschutzbehörde beschwert.

Nicht nur der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Ulrich Kelber hat vor einer Aufweichung
der Vorschriften in kleinen und mittleren Unternehmen gewarnt.

Auch Dr. Brink aus Stuttgart twittert:
Die Koalition kann den #Datenschutz nicht entschärfen – denn das europäische Recht setzt sich durch.
Sie kann die nationalen Regeln zur Bestellung von #Datenschutzbeauftragten entschärfen – genau deren Sachverstand ist wichtiger denn je.

Die Vorgehensweise dieser nächtlichen Gesetzesänderung mit gerade mal 100 Bundestagsabgeordneten erinnert etwas an das jahrelang versprochene Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, das im Jahr 2010 groß von der CDU angekündigt wurde
und dann im Jahre 2013 klammheimlich eingestampft wurde: https://video-systeme.blogspot.com/p/der-seit-2010-geplante-neue-entwurf-zum.html

Eine Koalition, die den  Datenschutz dermaßen verschlechtert,  hat offensichtlich die Digitalisierung und die Möglichkeiten der IT-Technik verschlafen und ist völlig ahnungslos,
was auf die Verbraucher zukommt.

Freitag, 22. Februar 2019

Nicht der Preis einer Überwachungskamera ist entscheidend, sondern der Nutzen !

Die Frage nach dem Preis!

Die erste Frage, die beim Kauf einer Videoüberwachung häufig gestellt wird, ist die Frage nach dem Preis. Dabei sollten in erster Linie andere Faktoren eine wichtigere Rolle spielen:
  • Welches Problem gilt es zu lösen?
  • Welche Kosten entstehen durch das Problem?
  • Was möchte ich mit einer Videoüberwachung erreichen?
  • Gibt es andere Lösungsmöglichkeiten, als eine Videoüberwachung?
  • Kann die Videoüberwachung datenschutzkonform betrieben werden?

Wenn ich diese Fragen beantwortet habe, dann weiß ich in aller Regel auch, wie viel Geld ich in eine Videoüberwachungsanlage investieren sollte und möchte. Die Beantwortung dieser Fragen gehört sogar explizit zur Vorabkontrolle,bez zur Datenschutz-Folgenabschätzung, die vor der Installation einer Videoüberwachung zwingend vorgeschrieben ist. Wenn Sie nicht wissen, was eine Vorabkontrolle ist oder ggf. auch keine gemacht haben, dann melden Sie sich schnell bei office@ efdat.de, denn dann haben Sie schon den ersten Verstoß gegen das BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) begangen.
Wenn ich mir nur die Frage nach dem Preis stelle, dann besteht vermutlich gar kein richtiger Bedarf nach einer Videoüberwachung, weil keine Notwendigkeit dafür vorhanden ist. Das ist möglicherweise eine Idee, die morgen schon wieder vergessen ist.
Welchen Nutzen hat man aber von einer billigen Videoanlage, die nur Fehlalarme produziert weil sie schnell und schlampig installiert wurde?
Was bringen Ihnen billige Kameras, die eine schlechte Bildqualität haben weil sie am falschen Platz installiert wurden? Was bringt Ihnen ein billiger Videorekorder, der nur ganz schwierig und nur mit hohem Zeitaufwand zu bedienen ist? Was nützt der billigste Preis, wenn das Videosystem, wegen der schwierigen Software, am Ende gar nicht mehr benutzt wird und in der Ecke steht? Viele Leute lassen sich immer wieder von Billigangeboten ködern, ohne zu bedenken, wie ein Video-System angeschlossen wird und ob es vernünftig und zeitsparend bedient werden kann.
Auch das Qualitätsbewusstsein des Installateurs ist ausschlaggebend. Kann der Installateur auf Ihre Bedürfnisse eingehen oder hat er nur Standardangebote im Programm. Kann er das System vorführen und die Bedienung erklären oder kennt er es selber nur aus dem Internet-Katalog seines Großhändlers.
Sehr wichtig ist auch, ob Ihnen der Installateur mit guten Datenschutzkenntnissen zur Seite stehen kann. Wenn Sie von Ihrem Verkäufer nicht auf den Datenschutz hingewiesen werden, dann haben Sie es nicht mit einem Fachmann für Videoüberwachung zu tun.
  • Haben Sie eine datenschutzkonforme Videoüberwachung?
  • Vorschriften DSGVO +BDSG? Beschäftigtendatenschutz eingehalten?
  • Haben Sie einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten?
Bei einem Verstoß gegen das Datenschutzgesetz drohen Bußgelder, durch die DSGVO  bis 4% vom Jahresumsatz  auf Ihre Firma zu, wenn die Videoüberwachung nicht datenschutzkonform ist.

Achtung Datenschutz















Bevor Sie eine Videoüberwachung installieren lassen, die nicht datenschutzkonform ist, lassen Sie sich lieber für 50.000 € bestehlen, das ist dann billiger, als Bußgeld zu bezahlen.
Ihre Mitarbeiter und auch Kunden können Sie zudem auf Schmerzensgeld verklagen, wenn die Videoüberwachung nicht datenschutzkonform ist. https://video-systeme.blogspot.com/p/7000-eur-entschadigung-wegen.html 

Wenn eine Videoüberwachung nicht datenschutzkonform ist, dann können Videofilme, die einen Diebstahl durch Mitarbeiter zeigen vor Gericht nicht als Beweis verwendet werden.

„Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld für etwas Besseres“, das wusste schon John Ruskin im letzten Jahrhundert.



Dienstag, 19. Februar 2019

Warum Netzwerk-Kameras bei Videoüberwachung oftmals die falsche Wahl sind


11. Februar 2019
Immer mehr private Haushalte und Unternehmen rüsten das zu Hause oder die Firma mit Videoüberwachung aus. Viele Unternehmen und Neubauten sind mit Netzwerk-Leitungen ausgestattet, so dass es vermeintlich einfacher ist, die Videoüberwachung über Netzwerkkameras laufen zu lassen.
Was viele hier nicht beachten ist, dass die Netzwerkkameras permanent überprüft werden müssen, ob Updates vorhanden sind. Meistens wird dies aus Unwissenheit oder aus Bequemlichkeit aber vergessen durchzuführen und es entstehen relativ schnell gefährliche Sicherheitslücken. Und das obwohl die Kameras ja Sicherheit eigentlich bringen sollten.
Die großen Hersteller von IP-Kameras, wie AXIS, Mobotix und viele andere bieten zwar auch immer wieder Updates an, informieren aber auch den Kamera-Besitzer nicht automatisch, dass neue Sicherheitspatches eingespielt gehören.


 Hacker lieben leider auch Netzwerk-Kameras

So lange die IP-Netzwerkkameras nicht am Internet angeschlossen sind, passiert hier in der Regel nichts, außer man hat die Kameras über WLAN angebunden. Da aber oft die Kameras am normalen DSL-Router wie Fritz.box oder Speedport angebunden werden und der Anwender auch gerne vom Handy aus auf die Kameras zugreifen möchte, sind diese meistens eben doch am Internet angebunden.

Häufige Hacker-Angriffe auf Netzwerk-Kameras

Bereits 2016, 2017 (Zero-Day-Exploit) und 2018 gab es große Hacker-Angriffe, bei dem Millionen von Netzwerk-Kameras gehackt wurden und dort zum Beispiel Schadsoftware aufgespielt wurde. Die Schadsoftware wurde genutzt um von dort Angriffe auf interessante Ziele zu machen um deren Server lahmzulegen und dort wieder hacken zu können. Auch über Google oder Kamera-Suchmaschinen wie www.insecam.org zeigen, wie fahrlässig oftmals Kameras in privaten Haushalten öffentlich erreichbar sind. 

Verstöße in Punkto Datenschutz bei unsicheren Netzwerkkameras möglich

Vor allem bei Unternehmen ist seit der Einführung der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) die Gefahr noch einmal größer als bei privaten Haushalten, da hier auch zusätzlich durch den Hacker-Angriff noch Verstöße nach der DSGVO auftreten könnten, die zu hohen Strafen von 4% vom letztjährigen Umsatz der Firma pro Verstoß führen können.

Alternativen für Netzwerkkameras sind gefragt – Koax-Kameras als praktische Lösung

Auch wenn es einfacher ist, auf die bestehende Netzwerk-Verkabelung zurückzugreifen, so sollte man sich doch Gedanken machen, ob man in der Lage ist, sich um die Updates bei Netzwerk-Kameras zu kümmern. Ist dies nicht der Fall, da man selbst das Fachwissen nicht hat oder keinen fest angestellten Administrator als Firma, so kommen als Alternative vor allem KOAX-Kameras in Betracht, für die es auch Zweidraht-Adapter gibt, um über das LAN-Netzwerk die Videobilder zum Recorder zu schicken.



Balun für CAT-Kabel

Netzwerk-Adapter für Koaxialübertragung. So können auch Kameras wie  AHD, CVI, TVI, HD-SDI oder EX-SDI über LAN-Kabel angeschlossen werden. Bedingung dazu ist eine direkte Verbindung der Kabel von der Kamera-Seite hin zum Recorder.

Noch besser wäre es, je nach Möglichkeit, einfach RG59 Koaxial Kamera-Leitungen neu zu verlegen. Bei Unternehmen, bei denen es abgehängte Decken, Kabeltrassen oder Kabelkanäle gibt, ist dies oftmals leichter möglich, als bei Privaten Wohnungen und Häusern. Aber auch hier gilt: „Nichts ist unmöglich“.

Klassische KOAX-Kameras gibt es auch hochaufgelöst

Die Koaxial-Kameras gibt es auch bis zu 8 Megapixel-Klasse, wobei höhere Bildauflösungen auch nicht immer die bessere Wahl sind. HD oder Full-HD reicht oftmals völlig aus. Schließlich bedeutet eine höhere Auflösung auch längere Suchzeit auf der Festplatte, da die Datenmengen gleich mal um ein vielfaches größer sind, die dann noch über schnellen Such-Rücklauf gefunden werden sollen.
Fazit: Netzwerk-Kameras können gefährliche Sicherheitslücken aufweisen, die durch den Einsatz von Koax-Kameras vermieden werden. Alternativ am besten die Netzwerk-Kameras gar nicht am Internet anschließen und nur intern betreiben. Beim Einsatz von Server kann auch eine zweite Netzwerkkarte mit einem anderen IP-Adressbereich bei den Kameras behilflich sein.



Der Redakteur Klaus Hamal ist Informationselektroniker-Meister 

Montag, 18. Februar 2019

Streit um Videoüberwachung in Schwerin: Beide Seiten klagen


Der Ärger um die Videoüberwachung am Schweriner Marienplatz nimmt kein Ende.
Dabei wäre dieser Ärger vermutlich gar nicht notwendig gewesen, hätten sich Planer und Installateur rechtzeitig um die DSGVO und deren Vorschriften gekümmert.

Dass im Innenministerium aber niemand den Artikel 32 DSGVO kennt ist schon etwas erstaunlich, denn dort steht der Passus über die Verschlüsselung von personenbezogenen Daten. Und Bilder sind nun mal personenbezogene Daten, dies ist im deutschen BDSG schon seit Juni 2001 zu lesen.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Streit-um-Videoueberwachung-Beide-Seiten-klagen,marienplatz176.html

Samstag, 2. Februar 2019

Datenschützer verbietet Video-Überwachung in Schwerin

Datenschützer verbietet Video-Überwachung in Schwerin     01.02.2019 ·KEINE VERSCHLÜSSELUNG 

Das Problem von Schwerin ist die Art der eingebauten Videotechnik. 
Wenn die mittlerweile veraltete IP-Videotechnik eingebaut wurde, dann muss die Videoübertragung seit der DSGVO aufwändig verschlüsselt werden, weil IP-Kameras sonst gehacked werden können. Wenn sogar WLAN - Kameras verbaut wurden, dann liegt ein Planungsfehler vor, denn eine WLAN-Überwachungskamera kann nicht nur extrem schnell gehacked werden, sondern jeder Laie kann diese Kameras mit einem Jammer ausschalten. (siehe: https://video-systeme.blogspot.com/p/weshal-sie-auf-keinen-fall-wlan-kameras.html )

Laut DSGVO muss die Datenübertragung sicher sein, da steht natürlich nicht, wie das gemacht werden soll. Wenn vor Ort kein Rekorder installiert wurde, dann liegt ebenfalls ein Planungsfehler vor, denn dann wurde eine Cloud-Übertragung gemacht und jede Cloud ist unsicher. Jeder Fachmann muss wissen, dass man seit der DSGVO keine IP-Kameras installieren sollte und auf keinen Fall eine Bildübertragung in die Cloud machen darf, weil sonst ein ständig wiederkehrender, enormer Aufwand für die Verschlüsselung der Video-Bilddaten jeder einzelner Kamera anfällt. Die Folgekosten für die Videoüberwachung werden bei IP-Kameras schnell höher, als die Anschaffungskosten. WLAN-Kameras sind aus datenschutztechnischer Sicht ohnehin ein absolutes No-Go. 


Siehe auch
Datum16.10.2017


Der Sicherheitsstandard WPA2, der insbesondere zur Verschlüsselung von WLAN-Netzwerken empfohlen wird, ist über kritische Schwachstellen verwundbar. Betroffen sind demnach alle derzeit aktiven WLAN-fähigen Endgeräte in unterschiedlichen Ausprägungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät dazu, WLAN-Netzwerke bis zur Verfügbarkeit von Sicherheits-Updates nicht für Online-Transaktionen wie Online Banking und Online Shopping oder zur Übertragung anderer sensitiver Daten zu nutzen.

Dienstag, 27. November 2018

Erneut hundertausende von IP-Kameras gehacked


Heise-Online meldet:
Schon wieder Hunderttausende Netzwerkkameras angreifbar


Nur IP-Überwachungskameras können gehacked und manipuliert werden
Sicherheitslücken ermöglichen den Zugriff und die Manipulation von Video-Überwachungskameras des Herstellers NUUO in Banken, Kauf- und Krankenhäusern.

IP- Überwachungskameras werden zunehmend zu einer Gefahr und einer zusätzlichen Kostenquelle für jeden Betreiber einer Videoüberwachung die über das Netzwerk geht. Zudem ist das Risiko des Ausfalls wesentlich größer als bei den moderneren HDVCI-Kameras die immer sicher vor Hackern sind. Besonders öffentliche Stellen sollten sich langsam überlegen, ob sie nicht auf die sichere HDVCI-Videotechnik umsteigen sollten.

Sonntag, 29. Juli 2018

Sind IP-Kameras DSGVO geeignet ?


Immer wird kann man lesen, dass die IP-Videoüberwachung das Tollste und Modernste in der Video-Überwachungstechnik sei. 

Aber geradezu das Gegenteil ist der Fall.Es ist  immer deutlicher geworden, dass der technische Aufwand, den IP-Kameras  nach der Installation verursachen, enorm groß ist. Nicht nur, dass IP-Kameras in der Regel wesentlich teurer sind als die ganz moderneren HDVCI-Kameras und zudem noch häufig wegen Netzwerkausfall gar nicht funktionieren oder zumindest keine Echtzeit-Videoübertragung machen. (Beispiel: Leutenbachtunnel  B14, wegen ständigem Ausfall der Videokameras im Tunnel muss die Geschwindigkeit im Tunnel  fast jeden Monat für ein paar Tage auf Tempo 80 km/h reduziert werden) 
Die wesentlich größeren Kosten nach den Gerätekosten, kommen nach der Installation der IP-Kameras: Firmware-Updates installieren, Netzwerke segmentieren, Firewall-Regeln anpassen, VPN-Tunnel einrichten, für all dies benötigen selbst qualifizierte IT-Techniker viel Zeit. Und viel Zeit kostet  viel Geld. Wie notwendig diese Maßnahmen nicht zuletzt wegen der DSGVO aber sind, zeigen riesige Botnets wie Mirai oder Persirai, in denen zehntausende mit Malware infizierte Kameras zusammengeschlossen sind und regelmäßig für DDoS-Angriffe missbraucht werden.


Persirai-Botnet: Hacker nutzen IP-Kameras für DDoS-Angriffe | ZDNet.de

11.05.2017 - Trend Micro hat ein neues IoT-Botnetz namens Persirai entdeckt. Es besteht ausschließlich aus IP-Kameras. Insgesamt sind mehr als 1000 ...

IP-Kamera nach 98 Sekunden mit Malware infiziert. Fachleute befürchten eine Netzwerkapokalypse, sobald ein unsicheres IoT-Gerät im Heimnetzwerk angeschlossen wird. Der Sicherheitsforscher Rob Graham hat es ausprobiert und sich innerhalb von 98 Sekunden die erste Infektion abgeholt. Mit einer IP-Kamera  und einem Raspberry Pi als Rekorder machte er einen Test und schloss die Geräte  an sein Heimnetzwerk an. Bis zu ersten Infektion dauerte es seinen Angaben zufolge genau 98 Sekunden. Da fragt man sich schon, weshalb muss es immer eine  IP-Kamera sein?

Ein HDVCI-Kamera macht ebenfalls 2,4 oder 8 Megapixel oder 4K,  ist aber absolut sicher gegen jeden Hacker. Da muss nichts verschlüsselt werden, das Koaxkabel ist von Haus aus sicher und die Kamera ist  immun gegen Hacker sicher

21.11.2016

Viele IP- Überwachungskameras haben Sicherheitslücken.
Eine russische Internetseite zeigt alle verfügbaren Kameras an.


Hacked Cameras Deutschland


Wie einfach es ist WLAN-Kameras zu hacken.
Sendung: hr-fernsehen, "service. trends", 08.11.2017 18:50 Uhr

Übrigens, auch wenn dies immer wieder selbst im Jahre 2018 noch geschrieben wird. Analoge Videokameras gibt es seit der Einführung der CCD-Kamera im Jahre 1995 nicht mehr.
Was es gibt, das ist die analoge Übertragung des Videosignales über das berühmte Koaxkabel RG59 und damit können Full-HD Bilder über 300m übertragen werden.
Es gibt sogar POC (Power over Coax)

Freitag, 20. April 2018

Leitfaden zur Planung einer datenschutzkonformen Videoüberwachungsanlage

1.1  Informieren (Leitfaden)

1.2  Integrieren  (Videospezialisten für  Projektierung und Datenschutz)

1.3  Installieren  (Technisch geschulter, datenschutz-zertifizierter Installateur und Service-Techniker)




Bevor Sie anfangen zu projektieren, fragen Sie, was die Aufgabenstellung ist  oder das Problem, das gelöst werden soll und wie viel Kosten dieses Problem  derzeit  verursacht. Dann wissen Sie auch recht schnell wie viel Geld für eine Problembeseitigung investiert werden kann. Wenn keine konkrete Aufgabenstellung oder kein Problem (Zweck*) vorliegt, so besteht in aller Regel auch keinen Bedarf an einer Videoanlage und laut Datenschutz, darf dann auch gem. § 6b BDSG und §4 BDSGneu keine Videoüberwachung  installiert werden. (* Der Zweck der Videoanlage muss laut BDSG in einer  Datenschutzdokumentation schriftlich festgehalten werden.) Vor der Installation muss der Betreiber eine Vorabkontrolle durchgeführt haben. (AB 25.5.2018 zusätzlich eine Datenschutzfolgenabschätzung)  Der „Zertifizierte Installateur“ stellt dem Betreiber alle für BDSG und DSGVO erforderliche Unterlagen bereits mit der Auftragsbestätigung zur Verfügung. Es ist zwingend vorgeschrieben, dass die Mitarbeiter über Art und Umfang der Videoüberwachung informiert worden sind und deren Erklärung und Einverständnis auch schriftlich vorliegt. 

Achtung Hinweis an den Installateur: Eine Videoüberwachungsanlage sollte  nicht an den Betreiber übergeben werden, wenn kein Datenschutzbeauftragter bestellt wurde. Für Kameras deren Platzierung nicht datenschutzkonform ist, haftet der Planer oder der Installateur ebenso wie der Betreiber der Videoanlage. Die Haftung für Datenschutzverstöße nach Art. 82 DSGVO ändert sich im Vergleich zu unserem bekannten Schadensersatzrecht schon gewaltig. Im Gegensatz zum BDSG, das die Haftung des Betreibers/Auftraggebers vorsieht, finden sich in Artikel 82 DSGVO wesentlich gravierende Haftungsregeln: „Jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen diese Verordnung ein materieller oder moralischer Schaden entstanden ist, hat Anspruch auf Schadenersatz gegen den für die Verarbeitung Verantwortlichen oder gegen den Auftragsverarbeiter.“

Deshalb haftet auch der Errichter/Installateur direkt gegenüber dem Geschädigten.

1. Überwachung : Wann und wo
Klären Sie ab welcher Zeitraum wichtig ist. Wenn nur nachts überwacht werden soll, kann  es sinnvoller sein auf eine spezielle nachtsichttaugliche Kamera mit Umschaltung auf schwarz/weiß (Starlight)zu verwenden, die lichtempfindlicher eingestellt werden kann, als eine Farbkamera.

Tagüberwachung                                 Innenbereich (IP-54)
Tag/Nachtüberwachung                       Außenbereich (IP-66-68)

2. Kameratyp
Mit dem Kameratyp treffen Sie eine Vorentscheidung bezüglich Preis und Folgekosten. Bedenken Sie jedoch, dass nur eine Kamera, die exakt die genannten Bedürfnisse erfüllt, schlussendlich der Grundstock für eine effiziente Videoüberwachung ist. Eine richtig projektierte Videoanlage macht sich von selbst bezahlt. (Zweck der Kamera beachten) Wegen der Hacker-Gefahr sollten Sie möglichst keine  IP-Kamera verwenden. Mittlerweile gibt es die modernere HDVCI-Videotechnik. Wenn Sie Bilder auf ihrem PC, im Netzwerk oder per Fernüberwachung  sehen wollen, können Sie jede Videokamera über den Rekorder zum Router in ein Netzwerk (Web) bringen. Wir empfehlen eine Punkt zu Punkt Videosignal-Übertragung (RG-59) von jeder Kamera bis zum Digitalrekorder und gehen von dort direkt per LAN-Kabel auf den Router.

Farb-Tag/Nacht-Kamera                  HDVCI Full-HD Kamera (analoge Übertragung)
Farb-Tag/Nacht-Kamera mit LED    SDI Full-HD-Kamera (digitale Übertragung)
IP Full-HD-Kamera (digitale Übertragung)

3. Modellvariante
Die Kamera, die Sie auswählen, sollte den größtmöglichen Vorteil für Ihre Aufgabenstellung haben. Die technischen Möglichkeiten sind bei nahezu allen Kameras identisch, sofern diese ein OSD-Menü haben. Für fast alle architektonischen Gegebenheiten sind Kameras vorhanden. In öffentlich zugänglichen Verkaufsräumen wie in Ladengeschäften oder an Tankstellen dürfen Sie nicht mit 4 oder 8 Megapixel-Kameras breitflächig alles überwachen,  das wäre ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz. Sie dürfen nur das überwachen, was relevant für ihr Anliegen ist, bzw. für das, was Sie als Zweck in Ihrer Datenschutzdokumentation angegeben haben. Beispiel: Nur der Tankvorgang an Säule 4 ist relevant, nicht das daneben stehende, geparkte Auto bei  der Säule Nr. 6. Eine Kuppelkamera möglichst mit vandalismussicherem Glas, sollte immer dort installiert werden, wo die Gefahr besteht, dass Fremde (Einbrecher) an die Kamera gelangen können, um diese zu verstellen. 

Verwenden Sie niemals WLAN-Kameras. WLAN-Kameras werden mit Vorliebe gehackt und Profieinbrecher halten bevorzugt nach Häusern oder Läden mit WLAN-Kameras Ausschau. Bei einem Einbruch oder Ladendiebstahl verwenden die Diebe dann sogenannte „Jammer“ und schalten die WLAN-Kameras einfach aus.(Sie Bericht: Einbrecher haben eine IT-Abteilung)

 Kuppel-Kamera                            LED-Kamera (mit integrierter Beleuchtung)
 Zylinder-Kamera                          Minidome
 Motorisierte-Zoom-Kamera          Speed-Dome (Achtung Datenschutz)

4. Objektiv
Beim Bildausschnitt entscheiden Sie wesentlich über die Qualität Ihrer Videoanlage, je genauer der Bildausschnitt festgelegt wird, desto detailgetreuer sind später die Bilder. Deshalb am besten ein motorisiertes Zoom-Objektiv verwenden. Die Qualität und Lichtstärke des Objektiv ist ein wesentlicher Baustein einer Videoanlage. Faktoren wie Modulationstiefe, Randschärfe, Lichtstärke tragen zum Gelingen Ihres Vorhabens bei.  An dieser Stelle zu sparen, ist dasselbe, wie eine Brille aus Milchglas zu tragen. Sie wäre billiger, aber nutzlos.

 Übersichtaufnahme                        Festobjektiv
 Detailerkennung                             Vario/Zoom-Objektiv

5. Stromversorgung
Beachten Sie, eine dezentrale Stromversorgung ist das einfachste.  POE (Power over Ethernet) ist aber nur bis zu einer Länge von 80m sinnvoll. Danach wird unverhältnismäßig viel Strom verbraucht. Systemkabel mit Video/12V können wegen des Stromverlustes auch nur max. 200m überbrücken.

 230 V                                              POE, Netzwerk (CAT 7)
 Systemkabel (Video,12V, Audio)         Akku/Notstromversorgung
 Wetterfeste Kabel/ Erdkabel

6. Kamerastandart
Wesentliche Kriterien einer Kamera außer der Auflösung, (von 2 bis 8 Megapixel), sind die  Licht-empfindlichkeit und Lichtwertregelung oder auch IR-Schwenkfilter bei einer Tag/Nacht-Kamera oder OSD-Menü-Steuerung per App. Durch die nachfolgenden technischen Merkmale ergeben sich auch große preisliche Unterschiede. Fragen Sie sich deshalb, was Sie wirklich brauchen, was für Sie wichtig ist. Beachten Sie bitte, dass Billigangebote aus dem Internet auch Kostenfallen sind, weil die Qualität häufig nicht in Ordnung ist und die Kameras ausfallen und Technikerkosten verursachen. Unsere Kameras sind geprüft und halten nachweislich jahrelang über die Garantiezeit hinaus und entsprechen zudem allen deutschen (VDE) und europäischen Vorschriften.

 Auflösung (2 oder 4Megapixel)         Privatzonen
 Lichtempfindlichkeit  (Tag/Nacht)      OSD - Menü (Fernkonfiguration)
 Gegenlicht:  HLC/BLC/WDR             Tag/Nacht mit IR-Schwenkfilter

7. Beleuchtung
Die Art der Beleuchtung, der Standort der Beleuchtung, (möglichst nah am Objekt) der Spektralbereich der Beleuchtung sollte mit der Spektralkurve der Kamera übereinstimmen. Die Beleuchtungsstärke (Lux) sollte gemessen werden. Eine gleichmäßige „schwache „ Ausleuchtung ist immer besser, als helle punktuelle Strahler. Wenn eine Infrarot-Beleuchtung erforderlich ist, sollte diese nach Möglichkeit separat montiert werden. Kameras mit integriertem LED-Licht sind nur in Innenräumen sinnvoll, denn sie haben die Eigenschaft, dass Sie im Außenbereich ständig gereinigt werden müssen, weil Insekten oder Spinnen, die durch das Licht angezogen werden, das Objektiv verschmutzen

 Beleuchtung  vorhanden                    Infrarotbeleuchtung  (LED )
 Halogenstrahler erforderlich               LED in Kamera integriert

8. Montage - Verkabelung
Die Kabellänge, oder eventuelle induktive Störungen sprechen in aller Regel für eine 2-Draht oder eine LWL-Video-Übertragung, damit können oft mehrere Kilometer Video- und Steuerbefehle übertragen werden. Die modernste Art der Videoübertragung auch bei Full-HD-Kameras ist mittlerweile das altbekannte RG 59 Koaxkabel, denn es kann ohne Verstärkung bis 300 m Full-HD und bis 500m in HD übertragen und eignet sich auch für die Übertragung der Steuerbefehle und Audio. Der große Vorteil dieser HDVCI-Videotechnik: Sie können die alten Videokabel verwenden, wenn Sie bereits eine alte Videoüberwachung installiert hatten. Ein System-Kabel mit 5,5mm Durchmesser hat eine bessere Abschirmung als ein 3 mm Kabel, was sich natürlich im Preis bemerkbar macht. Wer bei der Montage spart, spart an der denkbar schlechtesten Stelle. Wenn Sie Ihren Arzt im Preis drücken, können Sie ahnen was dabei herauskommt. Gute Arbeit hat immer ihren Preis und dauert auch länger als Pfuscharbeit. Störungen im Videobild sind zumeist auf eilige und somit schlampig oder billige Installationen z. B. bei der Montage der Stecker zurückzuführen oder auf Einstrahlung von 230V oder Starkstrom-Leitungen oder -Geräten. Zu Stromleitungen Immer genügen Abstand gem. VDO halten. Funkübertragung oder WLAN–Kameras sollten Sie wie unter Punkt 3 bereits beschrieben, unbedingt vermeiden, da diese Videosignale immer gestört werden können. Alle Einbrecher und professionellen Ladendiebe haben immer einen „WLAN-Jammer“ dabei, mit dem Sie WLAN-Kameras außer Betrieb setzen können. Bei den qualitativ sehr hochwertigen SDI-Kameras ist wegen der digitalen Bildübertragung ausschließlich ein Koaxkabel mit 95 % Kupferanteil zu verwenden.

 Video/Koaxkabel RG 59                                2-Draht/Telefonkabel
 RG59 Koaxkabel für SDI-Kameras               Glasfaserkabel
 Steuer/Datenleitung LAN/RS-232                 CAT 7
 Video-Systemkabel (Video/Audio/12VDC)

9. Aufzeichnung
Bei der Videoaufzeichnung können Sie entscheiden, ob Sie den Rekorder (DVR) lieber mit der Maus (PC-Lösung) oder lieber mit einer Tastatur (Stand-Alone) bedienen. Die Dauer der Bildspeicherung ist abhängig vom Zweck und muss bei einer Speicherung von mehr als 2 Tagen genau begründet werden. Vermeiden sollten Sie auf jeden Fall eine "Cloud-Abspeicherung". Die Idee, dass ein Rekorder gestohlen werden kann ist irrelevant, da gemäß Datenschutz der Rekorder an einem sicheren Platz untergebracht werden muss.

 Stand-Alone DVR                             Rekorder mit Texteinblendung
 Rekorder auf PC-Basis                     Rekorder mit Kassen–Datenverknüpfung


10. Digitalrekorder
Bei Rekordern gibt es einige wesentliche Kriterien, die sich ebenfalls erheblich auf den Endpreis der Videoanlage auswirken. Wichtig ist vor allem eine optimale und möglichst intuitive Bedienung des Gerätes, sowie die Anbindung an ein Netzwerk oder Internet mit der passenden App/Software für Smartphone, Tablet oder Laptop. Wichtig ist auch, wie viel Bilder pro Sekunde werden aufgenommen und  bei der Wiedergabe gezeigt.  Jeder Rekorder sollte mindestens  25 Bilder pro Sekunde auf jedem Kanal, auch bei voller Belastung auf allen Videoeingängen machen. Bei 16 Kameras sollte der Rekorder min. 32 MB gleichzeitig in Echtzeit (25Frames/Sec.) aufzeichnen können.

 Wiedergabe in Echtzeit
 Anzahl der Videoeingänge: 4 , 8, 16, 32  
 E-Mail Versand/ Popup bei Alarmkriterien
 Video-Motion Detektion, Bewegungserkennung
 Ereignisgesteuerte Aufzeichnung, Alarmeingänge/ Ausgänge,
 Suchfunktionen nach Kamera Nr. Zeit, Ereignis, Kassenstorno, Textdaten
 Netzwerkanschluß, Internet, Klient- Software, Smartphone-App
 POS–Kassendaten oder Schnittstelle für Alarm/Zutrittskontrolle/Bus-Systeme

11. Skizze





Hilfreich zu guter Letzt, ist immer eine Skizze, in der die gewünschten Bildwinkel eingetragen werden können. Beschreiben Sie zusätzlich in wenigen Worten, wie Sie sich die Funktion der Video-Anlage vorstellen. Denken Sie noch an Datenschutz*, Betriebsrat, Sonneneinstrahlung, Wartungs- und Folgekosten. Ein Schnäppchen kann sich im Nachhinein als recht teuer erweisen und viel Bußgeld seitens der Datenschutzbehörde kosten. (Aktuelles Beispiel MrWash) Ein gut geplantes Videosystem wird sich von alleine bezahlt machen. Je mehr Sie für eine Videoanlage investieren, desto mehr werden Sie einsparen, oder umso größer wird ihr Nutzen sein.





* siehe Spezialreport: „Videoüberwachung am Arbeitsplatz und Checkliste für Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen  Räumen“. Füllen Sie dieses Formular aus und fügen noch Bilder, dann schicken Sie dies per Email an dieterich@retailcoach.de und Sie erhalten umgehend ein Angebot. Schnellinfo beim Planungsspezialisten: Walter C. Dieterich: Tel 0 17 0 - 81 81 807

Fragen Sie Ihren Installateur nach seinen Kenntnissen über Datenschutz






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